Wednesday, December 20, 2006

Hey då, men vi ses igen, någonstans, någon gång...

So schnell kann es gehen...! Weihnachten steht vor der Tür, das Jahr 2006 neigt sich dem Ende und ich begebe mich in die Halbzeitpause meines Austauschjahres.
Aber nicht ohne die letzten Wochen für euch zu dokumtieren. Diese waren mehr als anstrengend: unglaublich viel zu tun, unglaublich wenig Schlaf, unglaublich viele Abschiedsfeiern und Christmas- Dinner und der Abschluss schlichtweg unglaublicher 4 Monate in Schweden. 4 Monate mit allem, was dazu gehört, mit Höhen und Tiefen, mit viel Spaß und Stress und mit vielen neuen Erlebnissen, Eindrücken und Erfahrungen. Das alles in Worte zu fassen, ist einfach unmöglich.
Hier aber ein paar Augenblicke aus den vergangenen Wochen:
Eigentlich hätte ich ja lernen bzw. arbeiten sollen um meine Projekt zu beenden. Aber Ablenkung sei Dank habe ich mich da etwas verrannt und bin froh, dass alles dennoch ein glückliches Ende gefunden hat. So bin ich nämlich anstatt das Abschlussprojekt zu bearbeiten mal eben 4 Tage nach Stockholm gefahren. Da war ich ja auch noch nicht und so eine Stadt sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Und, was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen, oder? Es wäre alles auch kein Problem gewesen, wenn sich mein Computer nicht kurz darauf einen Virus eingefangen hätte. Wiederum 3 Tage Verzögerung für das Roboter-Projekt. Kaum war der Computer dann wieder gesund, hatte es mich erwischt, nochmal 2 Tage. Resultat war, dass ich das Projekt anstatt in 4 Wochen, in 4 Tagen auf die Beine stellen musste. Aber glücklicherweise gibt es Kaffee und Cola und so habe ich alles 20 Mintuen vor der eigentlichen Präsentation fertig gestellt. Der Aufwand für die Prüfung am Tag danach war allerdings dann doch eher mäßig.
Der Unistress wurde sogleich vom Partystress abgelöst und so blieb keine Zeit sich einmal so richtig auszuschlafen. Partystress hieß in diesem Fall mehr oder weniger Dinner-hopping und Abschied nehmen. Abschied von vielen Leuten, die im nächsten Jahr nicht mehr wiederkommen. Ob es nun stressig war mehrere Tage hintereinander Unmengen von Essen und Alkohol zu konsumieren, jeden Tag früh aufstehen zu müssen, um die letzten Erledigungen an der Uni zu machen oder umzuziehen oder die eigenen Tränen des Abschieds runterzuschlucken oder dabei zuzusehen wie andere Leute mit diesem Abschied umgehen; ich vermag es nicht zu sagen. Jedenfalls ist es schon ein komisches Gefühl (und jeder, der so etwas irgendwann mal erlebt hat, wird es wissen), wenn sich z.B. die Zugtür schließt und einem dann gerade in diesem Moment auffällt, dass man alles, was man bis zu diesem Augenblick derjenigen Person nicht gesagt hat, ihr vielleicht nicht mehr von Angesicht zu Angesicht sagen kann/ wird. Dann möchte man am liebsten dem Zug hinterherlaufen und rufen: "Ach und übrigens, nice to meet you. We had a great time...!" Viele Leute, die ich hier kennen gelernt habe, kommen aus Australien und den USA und da ist es schon schade, dass die Welt zwar klein, aber doch so groß ist. So erlebe ich die letzten Tage mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend über die großartige Zeit, über die gemeinsamen Erlebnisse und darüber, dass ich nächstes Jahr wiederkommen kann, weinend, weil es eben einzigartige Erlebnisse waren, weil ich wieder einen, wenn auch kleinen, Abschnitt meines Lebens hinter mir lasse und weinend, weil es immer traurig ist, Abschied nehmen zu müssen.
Ich bin jedenfalls jetzt umgezogen und freue mich auf meinen letzten Abend im Greenhouse und den letzten Abend in diesem Jahr in Lund.
Allen exchange student, die das hier lesen, möcht ich sagen: "Nice to meet you! Und danke für die großartige Zeit mit allem Freud und Leid. Ohne euch alle wäre es nicht dasselbe gewesen. Keep in touch!"
Allen anderen wünsche ich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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