Introduction to Scandinavian Culture
Da ich zu Beginn des ersten Quarters unimäßig ein wenig unausgelastet war (nicht, dass sich daran etwas geändert hätte), habe ich spontan einen Kurs namens "Introduction to Scandinavian Culture and Society" belegt. Ich dachte, dass es bestimmt nicht schlecht ist, etwas über das Land zu lernen, in dem ich das kommende Jahr mein Dasein fristen sollte. Eigentlich ein ziemlich unterhaltsamer Kurs mit überaus begeistertem Lehrer und vielen Veranstaltungen rund um die eigentliche Vorlesung. Warum nicht eineinhalb Stunden skandinavischer Volksmusik lauschen, wenn man sich auch schlaftechnisch von der vorherigen Nacht erholen könnte?
Jedenfalls habe ich am vergangenen Freitag mit diesem Kurs eine Öresund-Rundtour gemacht und die kulturelle Bildung meinen Roboter-Projekten vorgezogen. Gestartet wurde in Lund, von wo aus es zunächst nach Helsingborg ging. Mit der Fähre setzten wir über nach Dänemark nach Helsingör, fuhren weiter in die Weltstadt Rungsted Kyst und von dort aus nach Kopenhagen.
In Helsingborg besuchten wir die Ausstellung "The eye of Odin". Odin ist ein Gott der nordischen Mythologie und opferte sein Auge für seherische Fähigkeiten. Mehr weiß ich leider auch nicht und das Auge habe ich in der Ausstellung auch nicht gefunden. Dafür gab es jede Menge Texttafeln und einige rostige Schwerter.
Auf der Überfahrt mit der Fähre nach Helsingör konnte ich dann einen Blick auf das Hamlet Schloss werfen. Bei diesem Blick sollte es dann auch bleiben, denn Odins Auge wurde der Schlossbesichtigung vorgezogen. Ob das so eine gute Idee war?

Ach ja, für jeden der es noch nicht wusste, die dänische Stadt Helsingör ist bekannt als Schauplatz für Shakespeare´s Hamlet. Und es gibt dort wirklich gutes Eis (angeblich das allerbeste ganz Skandinaviens).
In Rungsted Kyst haben wir das Karen Blixen Museum besucht. Wer das war? Wer kennt sie denn nicht? Karen Blixen schrieb als Tania Blixen "Jenseits von Afrika". Bekannt könnte der gleichnamige Film mit Robert Redford und Meryl Streep sein. Ich habe weder von dem einen noch von dem anderen den blassesten Schimmer gehabt. Jedenfalls bin ich durch ihren Park flaniert und habe ihr Grab gesehen. Und das ist doch auch etwas, oder?
Zum Abschluss dieses Ausflugs gab es dann einen von Nebel verschleierten Blick über Kopenhagen, denn unsere letzte Station war der Runde Tårn (Round Tower) mitten in der Kopenhagener Innenstadt.

Begleitet wurden wir übrigens die ganze Zeit von den beiden kleinen Kindern unseres Lehrers, die für Unterhaltung sorgten und zur allgemeinen heiteren Stimmung beitrugen.
Ein gelungener Ausflug, wenn man bedenkt, dass man stattdessen auch wieder eineinhalb Stunden skandinavische Volksmusik hätte hören können.
